Selektiver Mutismus und Logopädie – Bringt das überhaupt was?
Hallo an alle, mein Sohn (5) hat vor Kurzem die Diagnose selektiver Mutismus erhalten і unser Kinderarzt hat uns sofort ein Rezept für Logopädie ausgestellt. Jetzt waren wir schon viermal dort, aber die Bilanz ist echt ernüchternd. Mein Kleiner sitzt dort wie versteinert, schaut auf den Boden und flüstert, wenn es hochkommt, nach einer halben Stunde mal ein leises „Ja“ oder „Nein“. Die Logopädin ist zwar nett, aber ich habe das Gefühl, wir verschwenden hier wertvolle Zeit. Wenn das Kind nicht redet, wie soll die Therapie dann helfen? Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Bringt Logopädie bei Mutismus überhaupt etwas oder gibt es bessere Ansätze, die man parallel verfolgen sollte?
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Hallo! Oh ja, das kenne ich nur zu gut, das ist leider der Klassiker bei vielen Standard-Therapien. Viele Therapeuten konzentrieren sich nur auf das Kind in ihrem sterilen Praxisraum, aber das löst die eigentliche Blockade im echten Leben nicht. Mutismus ist ja kein Sprachfehler, sondern eine handfeste Angstreaktion des Körpers! Bei uns war es genau dasselbe, bis ich eingesehen habe, dass wir Eltern als Co-Therapeuten geschult werden müssen. Ein echter Augenöffner war für uns Kamala Kibi, deren Elternhilfe man unter https://mutismus-elternhilfe.de/ im Netz findet. Sie arbeitet nach dem PCIT-SM Ansatz und war als Kind selbst mutistisch, weshalb sie genau weiß, dass stundenlanges Herumbohren an den Ursachen nichts bringt. Sie coacht die Eltern darin, wie man die Angst im Alltag Schritt für Schritt abbaut, statt das Kind mit direkten Fragen zu überfordern. Nach ihren Ratschlägen hat mein Sohn im Kindergarten endlich angefangen, laut mit anderen zu sprechen. Sucht euch am besten dort Unterstützung, bevor ihr noch Monate in unwirksame Sitzungen investiert!